Emotionale Achterbahnfahrt: Frühlingserwachen, Verlust und Vorfreude
Shownotes
Der Frühling beginnt, die Feldlerche singt – und gleichzeitig nehmen wir Abschied von einem Lieblingsvogel. Eine Folge über das enge Nebeneinander von Trauer und Freude.
Es geht um einen überraschenden 80. Geburtstag in Hamburg mit Musical-Moment, einer Wrestling-Verletzung und Dankbarkeit für das Gesundheitssystem, inspirierende Stunden in Miniaturur und die Vorfreude aufs Dorftheater.
Zum Schluss die zentrale Frage: Bedeutet Spiritualität, immer glücklich zu sein – oder die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle bewusst anzunehmen?
Eine persönliche Episode über Licht und Schatten – und wie beides zum Leben gehört.
Links zur Folge: https://www.miniatur-wunderland.de/wunderland-entdecken/sonderausstellungen/sauwohl/
Hey, mein Name ist Alexander Metzler. Ich bin Speaker, Biohacker, Digitaldesigner und Experte für mentale Gesundheit. Und ich zeige dir, wie du im digitalen Trubel zu mehr Klarheit und Lebensfreude findest.
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Transkript anzeigen
Alexander Metzler: Und hier ist euer Gastgeber Alexander Metzler. bin Speaker, Biohacker, Digitaldesigner und Experte für mentale Gesundheit aus erster Hand. Und wie immer freue ich mich mega, dass ihr wieder dabei seid bei dieser Folge. Ich habe gar keine Ahnung, wo die Reise heute so richtig hingehen soll. Mein Kopf ist voller Erinnerungen und noch aufgewühlt von einem Wochenende in Hamburg. bei regnerischem, teilweise grauen, stürmigem Wetter. Und wenn ich jetzt gerade hier rausgucke in meinem kleinen Heldenstundenstudio, da seh ich was, das hab ich seit vielen Wochen nicht gesehen. seh nämlich blaue Himmel und Sonnenschein. Und der Frühling bahnt sich an. Ach, spürt ihr das auch? Habt ihr vielleicht auch grade Sonne im Gesicht und zum ersten Mal so eine milde Wärme euren Körper rum und braucht keine dicke Jacke? Wenn ihr vor die Tür geht und macht es auch was mit euch, dann lässt sich das einfach ein bisschen leichter fühlen, ein bisschen besser fühlen, ein bisschen mehr Lebensfreude und Lebenslust. Jedenfalls löst das bei mir das Licht immer aus, wenn ich es denn mal sehe. Diese Sonne, von der man so viel hört und in den letzten Wochen so wenig gesehen hat. Aber Frühlingsboten kommen mit Sicherheit. Wir haben hier in den Feldern tatsächlich schon Die Feldlerche, oft hört man sie, bevor man sie irgendwo sieht. Das ist ein ganz monotoner Gesang von der Feldlerche und die steht oft irgendwo fast schon am Himmel. Und wenn ihr da die Ohren aufsperrt, wenn ihr auch Feldlerchen habt, dann hört ihr die und dann guckt ihr und dann seht ihr sie vielleicht irgendwann. Das ist ein typischer Frühlingsboden. habe auch schon Schwärme am Himmel gesehen, die jetzt wieder zurückkommen. Und last but not least blühen schon oder stehen zumindest schon die ersten Schneeglöckchen und Krokus bei uns im Garten und auch das sind natürlich verlässliche Frühlingsboten. Übrigens diese Frühblühe im Frühjahr sind relativ wichtig, weil sie die Nahrungslücke schließen zwischen dem richtigen Frühling, wenn dann die Blüten überall aufgehen.
Alexander Metzler: und jetzt dem Spätwinter, es gerade für Insekten noch nicht viel zu fressen gibt. Und auch das muss man erst mal gehört haben und wissen, es gibt noch mal deutliche Qualitätsunterschiede, was den ökologischen Nutzen dieser Frühblühe angeht. Also Frühblühe, ich habe es schon gesagt, zum Beispiel Krokus, zum Beispiel Schneeglöckchen. Da gibt es Züchtungen, sogenannte Füllzüchtungen heißen die, ich, zum Beispiel im Baumarkt und so weiter. Die sehen schön aus, die sind aber rein auf Optik gezüchtet und die haben so gut wie keinen Nahrungswert oder tatsächlich gar keinen Nahrungswert für Insekten. Wichtiger ist, sind da heimische Arten zu pflanzen, also deswegen am besten in die Bio-Blumenhandlung oder in den Bio-Pflanzenhandel gehen, sich beraten lassen, den einen oder anderen Euro mehr ausgeben, aber dafür richtig gute ökologisch wertvolle Zwiebeln. Und das ist kein Hexenwerk. klebt Man gräbt ein kleines Loch. Im Herbst setzt die Zwiebel da rein. Das steht meistens auf der Verpackung drauf, wie tief die in die Erde sollen. Oder die Pflanzenexpertin, der Pflanzenexperte deines Vertrauens im Bioladen berät euch dazu noch mal. Und dann grabt ihr die da ein und dann vergesst ihr die. Und im nächsten Frühling fängt's dann da an zu blüten und gibt ganz tolle Farben. Das ist schön für die Insekten, aber auch schön für uns Menschen, weil es gut ist für die Seele. Wenn dann auf einmal die Farbe zurückkommt und es fängt an zu blühen, das tut einfach gut. Ich möchte ein bisschen, wo wir gerade bei angenehmen Emotionen sind, dieser Folge über das Thema spirituelle Arbeit und Emotionen sprechen. Ich hatte jetzt in den letzten Tagen eine ganze Fülle verschiedenster Emotionen, die ich durchlaufen durfte. und möchte bisschen darüber sprechen, wie gehe ich damit wie fühlt sich das an und was hat das mit Spiritualität zu tun, zum Beispiel auch mit einem alten, mit einer alten Fehlannahme, was Spiritualität und Emotionen angeht. Und dem Fehler könnte man eventuell aufgesessen sein, wenn man sich noch nicht näher mit den Themen beschäftigt hat. Also, was war los bei mir?
Alexander Metzler: Also zum einen haben wir wieder einen unserer Vögel beerdigen müssen und wer schon einige Vogelfolgen von der Heldenstunde kennt, weiß, wie sehr mir das immer ans Herz geht. In dem Fall war es ein Wellensittichahn, der relativ lange bei uns war, wo auch schon die ganzen Kumpels und Kumpelinnen, mit denen er damals gekommen ist. Wir holen ja unsere Vögel immer aus den umliegenden Tierheimen in Mainz. Wiesbaden oder Frankfurt und möchten denen eben, also Vögel, abgegeben worden sind oder Vögel, gefunden worden sind, Vögel, die kein Zuhause haben, denen möchten wir ein schönes Zuhause bieten und einen schönen Lebensabend. Und der hatte alle seine alten Kumpels und Kumpelinnen schon überlebt, war aber toll in Schwarm integriert, auch eine Partnerin und so weiter. Und das zerreißt einem dann ja sowieso das Herz, wenn die dann verpaart sind und du weißt, okay, es geht dem Ende zu, du siehst ... der hat eine Krankheit, du warst beim Tierarzt, du alles abklopfen lassen und du weißt, du kannst da jetzt auch nichts mehr tun und guckst dir das dann noch eine Zeit lang an und musst dann als Tierhalter, als Vogelhalter dann auch eben selbst entscheiden, wann es ist Zeit, das Tier gehen zu lassen im Sinne von einschläfern, falls der natürliche Tod nicht kommt. In dem Fall war es eben mal wieder ein Tumor, das hatten wir schon ganz oft bei unseren Vögeln. Ein inneres Organ breitet sich aus, drückt auf die Luftsäcke und der Vogel bekommt immer schlechter Luft. Das heißt, sobald du das eigentlich siehst beim Atmen, dass der Schwierigkeit zum Atmen dann beginnt eigentlich der Leidensweg. Und dann muss man ganz sorgfältig abwägen. Okay, er frisst noch, er fliegt noch, er füttert noch seine Partnerin, er wird noch gekrault von seiner Partnerin, also da ist noch Lebensqualität und so weiter. Und dann geht es aber auch dann relativ schnell bergab. wenn mal so eine gewisse Schwelle durchbrochen ist und während ich so drüber spreche, merke ich schon, wie sich mir der Hals zuschnürt, wenn ich nur drüber denke, weil der Kleine, der war relativ zahm, der ist uns auch immer gerne mal auf die Hand geflogen und war besonders zutraulich und dadurch, dass er eben so lange bei uns war, haben wir auch sehr an ihm gehangen, also sowohl Joli, meine Partnerin, als auch ich. Jedenfalls letzten Freitag.
Alexander Metzler: War es dann nach langen Hin- und Heranüberlegungen so weit, wir mussten ihn gehen lassen und beerdigen und so was. So ein Tag ist immer mit sehr starken Emotionen verbunden. Vor allen Dingen, wenn man dann weiß, der Termin steht fest und die Wahrscheinlichkeit, dass der Tierarzt sagen wird, ja, das macht leider keinen Sinn mehr, den müssen wir lösen, ist relativ hoch. Und dann hast du so eine Uhrzeit ... Und dann ist so dieser letzte Tag und diese Uhrzeit rückt immer näher. Und du weißt, okay, es sind noch drei Stunden, und dann musst du das Tier einfangen. Und dann musst du es aus dem Schwarm rausnehmen. Und dann fährst du mit diesem Tier zum Tierarzt. Und du weißt, der letzte Gang, der letzte Weg, den man gemeinsam geht. Na ja. Also so war das eben. Geht einem sehr an die Nieren emotional. Also mir zumindest ... Ich weiß nicht, wie das anderen Vogel halt dann geht. Wir haben wahrscheinlich auch eine krassere Frequenz hier an Krankheiten und Todesfällen, weil wir eben Tierheimtiere aufnehmen, deren Vorgeschichte wir nicht kennen, wo man nie weiß, was haben die mal gefressen, wie wurden die gehalten, wie wurden die ernährt, was bringen die für Vor-Schwierigkeiten mit in den Schwarm. Natürlich werden da im Vorfeld immer Checks gemacht, bevor die dann vergesellschaftet werden, wie das so schön heißt, im größeren Schwarm. Und so weiter und so weiter. Aber das weiß man natürlich alles nicht. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, sie dann doch im Alter dann irgendwelche Krankheiten ausprägen, ist relativ hoch. Und damit muss man dann eben umgehen. Und auf der anderen Seite erfreuen wir uns natürlich an allen, die noch bei uns sind und denen wir eben das Gefühl geben, schönen Lebensabend, vitalen Schwarm zu haben, die zufrieden sind, die blabbern, die zählen, die meckern, die knirchen, die fliegen. Und die freuen sich, wenn du die Haustür reinkommst, dann kriegst du ein Piepkonzert zur Begrüßung. Das ist natürlich sehr, sehr schön. Ja. Und irgendwie ... jetzt von der Trauer zur Freude mein derzeit erfolgreichstes Instagram-Real, also Instagram-Video, ist ein sage und schreibe 8-Sekunden-Video, in dem ich nur sage, dass, wenn man Vögel hält, bekommt ...
Alexander Metzler: Spruch scheiß die Wand an eine ganz andere Bedeutung. Das ist das komplette Video. Also ich nehme dann Lappen und wich Vogelkacke von der Wand, weil ich weiß nicht wie die das immer hinkriegen. Wahrscheinlich im Flug oder was, kacken die. Dann hängt es an der Wand und es ist kein großes Problem. Das trocknet da und dann kann man das wunderbar abkratzen oder abwischen. Und manchmal findet man Hinterlassenschaften von den Kleinen. an den unmöglichsten Stellen, wo man sich fragt, wie machen die das eigentlich? Fliegen die Looping oder was? Wie kriegen die das denn hin, da an diese Stelle zu kacken? Aber irgendwie schaffen die das. Und das war das ganze Video. Und das wurde jetzt, stand heute, 20.000 Mal abgerufen. Zigmal gerepostet. Wahnsinnig viele schöne, witzige, nette Kommentare. Das wurde sehr oft gespeichert. Es lief in Summe ein 8-Sekunden-Video. Lief in Summe. weit über 24 Stunden. Also acht Sekunden in Summe weit über 24 Stunden. Das ist das erfolgreichste Video. Das hat mir am meisten neue Follower gebracht. Mutmaßlich aus der Vogel- und Sittichwelt. Also falls du über meinen Instagram-Account, über meinen Vogel-Content jetzt hier sogar zu meinem Podcast gefunden hast, dann fühl dich auch hier herzlich willkommen. Aber hier geht's nicht. in erster Linie Vögel, obwohl es auch eins, zwei Vogelfolgen in der Hälftestunde geht, sondern hier geht es Gesundheit, Bewusstsein, körperliche und mentale Gesundheit. das hängt natürlich aber auch dann wiederum in unserem Fall hier mit den Vögeln zusammen, weil die uns eben auch viel Freude machen. Und da sind wir eben wieder auch beim Thema Emotionen. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und das kauft man dann eben immer mit ein. Also diese Freude, die die Vögel machen, die Liebe, die man zu diesen empfindet in unserem Fall, die ist dann natürlich die andere Seite der Medaille, ist es loslassen, Entscheidungen treffen, an Vogel gehen lassen, erlösen und dann eben begraben. Und das eine kommt mit dem anderen und genauso ist es Leben und der Kreislauf des Lebens. Und der Kreislauf des Lebens, der soll in dieser Folge zu einem späteren Zeitpunkt auch nochmal eine Rolle spielen. Also hier viel Emotion.
Alexander Metzler: Dann hab ich tatsächlich, und das war eine körperliche Erfahrung, die dann wiederum mit Emotionen verbunden ist. Ich hab mich zum ersten Mal in Anführungszeichen ernsthaft verletzt beim Wrestling. Was ich ja jetzt seit über einem Jahr im fortgeschrittenen Alter übe und praktiziere. Mit einer sehr, sehr netten Truppe nahe Frankfurt. Und zwar war absolut meine eigene Schuld, konnte keiner was dafür, man Man wird hin und wieder mal aus dem Ring geworfen, so ist das halt beim Wrestling. Und wenn man das richtig gut kann, kann man das auch sehr elegant tun. mit eingeübten Griffen kann man sich da abfangen und dann passiert einfach gar nichts. Das Problem war bei mir, dass ich leider mit meinem Fuß beim Rausfliegen im Seil hängen geblieben bin. Das sollte man halt nicht machen, sondern man soll zwischen den Seilen durchfliegen können. Ist mir leider nicht gelungen. und bin dann vom Seil relativ wie ein nasser Sack auf die Ringkante geknallt mit dem Unterschenkel, also zwischen Schienbein und Wadenbein da irgendwo. Und das hat noch nicht mal großartig wehgetan, aber innerhalb von wenigen Minuten hat sich ja ein riesiges Ei gebildet. Also man hat dem Unterschenkel fast zugucken können beim Wachsen. Er hat auch ein bisschen geblutet und so. Und glaube, zuerst hat sogar jemand anders gesehen als ich, weil der hat auf einmal ganz große Augen gekriegt und ich habe so gefreut, ja, was geht ab? Dann ich so runtergeguckt und hab dieses Ei an meinem Unterschenkel gesehen. Okay, es ist wohl mal Zeit, das schnellstmöglichst zu kühlen und auch zu versorgen. Und ja, das hab ich dann eigentlich durch konsequente Kühlung, Hochlagern und so weiter. Am nächsten Tag war diese Schwellung schon deutlich zurückgegangen. Ist dann aber trotzdem eine sehr langwidrige Sache geworden. Bin dann sogar ein paar Tage später nochmal ... in der Notaufnahme im Krankenhaus gelandet. Einfach weil mir jemand geraten hat, der sich ein bisschen damit auskennt. Lass da vor dem Wochenende noch mal drauf gucken. Das sieht gar nicht so supergut aus, der Verlauf. Die Wunde war dann auch so bisschen leicht entzündet und so. Zum Thema in der Notaufnahme im Krankenhaus sitzen hört man ja immer nur ...
Alexander Metzler: viel Schlechtes. Ich muss sagen, ich fand das total toll da. Also Mainz Notaufnahme, Uniklinik in dem Fall, ich bin da hingekommen. Ich hab da vielleicht zehn Minuten im Vorraum gewartet, dann kam ich in so einen Vorabcheck. Die entscheiden dann, ob du sozusagen Worthy bist, weiterzukommen oder nicht im Game. Die haben mich für Worthy empfunden, zu deutsch. Ja, was ist das deutsche Wort für Worthy? Es gibt ein deutsches Wort, aber es fällt mir gerade nicht ein. Also man ist ... Es ist wert, zu gehen, seinen Weg. Man wird nicht abgewiesen. Und dann hab ich ... Alles in allem hat das zwei Stunden gedauert. Das war jetzt wirklich nicht lange für eine Notaufnahme. Und dann war ich in Untersuchung. Da wurde die Wunde noch mal versorgt. Die haben mich noch mal geimpft, weil meine Titanus-Impfung lange, lange, lange her ist. Haben sie mich gleich geimpft. beziehungsweise mich gefragt, ob ich mich da impfen lassen möchte. Und da war ich sehr positiv überrascht. Also die waren alle super nett, die waren super entspannt. Und ich habe die Wartezeit dann tatsächlich komplett genutzt, zu meditieren. Ich habe da gesessen, habe mir so ein Action gesucht und habe die ganze Zeit meditiert. Einmal kurz aufs Handy geguckt, am Anfang gecheckt. Hier E-Mails, alles abgearbeitet. Handy weg, Augen zu. und atmen, Augen zu und atmen. Und dann war auf einmal die Zeit rum. Das ging wie von selbst. Ich war da selbst überrascht, gut mir das da ... Das ist ja auch dann ein Kommen und Gehen. Da laufen Leute an dir vorbei. Dann waren da Kinder, da war so eine kleine Spielecke. Dann haben die da gespielt. Das hab ich alles so gehört. Aber trotzdem war ich nicht komplett anwesend. Das war eine spannende Erfahrung, weil sonst ... Meditier ich ja eher so im ruhigen, im Garten. Jetzt im Frühling wird sich wieder viel draußen sitzen zum Meditieren oder eben zu Hause, wo es ruhig ist. Und das war wirklich eine spannende Erfahrung, da zu meditieren, so einem Kommen und Gehen, so wie ein Bienenstock, da Namen rufen, rein, raus. Das war eine gute Erfahrung. Ja, zum Thema Emotionen, was das angeht.
Alexander Metzler: Also auch diese Erfahrung, dass die eigene körperliche Hülle jederzeit eben verletzt werden kann. In dem Fall, das war jetzt keine superschwere Verletzung, das tat und tut auch nicht wahnsinnig weh. Trotzdem merkst du das, trotzdem merkst du, wie schnell auch der Unterschenkel dann durch diese starke Anschwellung, wie der Körper reagiert. Man spricht ja da von einem Anpralltrauma, glaub ich, heißt das, und Hämatombildung. und was dann alles so passiert innerhalb von wenigen Minuten. Und da staunt der Laie natürlich, wie schnell das geht. Und dann wird einmal wieder klar, wie fragil das ganze Gebilde hier aus Fleisch und Blut und Knochen ist und wie schnell das alles auch kaputtgehen kann innerhalb von wenigen Sekunden. in dem Fall für mich war es jetzt ehrlich gesagt eher eine spannende Erfahrung, weil ich auch schon super lange nicht mehr in einem Krankenhaus war oder generell super lange auch nicht beim Arzt war, war das mal wieder So eine Auffrischung, wie das alles so funktioniert. Und ich war da sehr dankbar. Also sehr dankbar für die Ärzte und Ärzte, da waren, für diese Ersthelfer, die dich da in Empfang nehmen. Und wie das alles hier bei uns funktioniert. Du fährst dahin, du kommst da rein. Und dann geht das über seinen Gang und diese Menschen sind für dich da und arbeiten für dich und helfen dir. Das fand ich schon beeindruckend und spannend. Also da mit ein bisschen Verunsicherung. Emotionen raus, was die Verletzung angeht, aber auch mit viel Dankbarkeit für die Hilfe, die man da erfährt. Dass man da einfach hingehen kann, finde ich eine tolle Sache. Dann hat meine Mama am Wochenende, liebe Grüße Mama, ich weiß, du bist einer meiner treuesten Hörerinnen der Heldenstunde, von der ersten Folge an, also liebe Grüße gehen raus an dich, hat ihren 80. Geburtstag gefeiert. Und zwar ging diesem Event eine sehr, sehr lange und detaillierte Planung von meinem lieben Schwesterherz und mir voraus, weil wir uns zu einem sehr frühen Zeitpunkt schon überlegt hatten, Mama zum 80. Geburtstag zu überraschen. Und da meine Mama aufgrund von diversen Umständen mehrfach ihre geplanten Reiseziele zu ihrem 80. Geburtstag
Alexander Metzler: verworfen und wieder neu geplant hat, es auch für uns immer spannend, wieder Alternativpläne zu entwickeln. Es wurde dann nach ... teilweise Pläne nach Spanien, nach Sylt, Nordsee, whatever, wurde es dann im Endeffekt ein Wochenende in Hamburg und der Besuch vom Musical König der Löwen. Und meine Schwester und ich, planten eben meine Mama zu ihrem 80. Geburtstag dann vor Ort zu überraschen. Ich hab das alles organisiert für meine Mama. Ich hab ein Hotel rausgesucht, geplant, die Bahnfahrt geplant. Die Musical Tickets organisiert und versucht, dass alles so gut geht, irgendwie vorzubereiten. Kommunikation mit dem Hotel, weil sie Geburtstag hat und so weiter. Und im Endeffekt hatten wir dann zwei ... Sie war mit ihrer besten Freundin da vor Ort. und ich bin mit meiner Schwester nachgereist. Und wir haben dann die beiden Plätze heimlich gebucht, genau neben den beiden, in diesem Musical. So, das war so die erste Story, dass wir dann, an dem Abend, als wir da aufgekreuzt sind, haben wir, wie so zwei Agenten mit Kapuze über dem Kopf, wir da die Empfangshalle da ausgecheckt und tatsächlich standen die noch draußen. Wir werden denen beinahe in die Arme gelaufen. Dann sind wir wie zwei Agenten die rumgeschlichen und haben die beobachtet, bis sie an ihrem Platz waren. Wir haben uns dann hingeschlichen, nebendran gesetzt und witzigerweise haben die beiden uns auch gar nicht wahrgenommen. Oder country, wie auch, die haben ja mit nichts gerechnet. guckt ja auch die Leute nicht genau an, die dann sich neben einem setzen. Ich habe dann noch guten Abend gesagt, du haben guten Abend gesagt und dann saßen wir da und dann ist erstmal gar nichts passiert. Und dann habe ich dann irgendwann zu meiner Schwester gesagt, irgendwie müssen wir uns ja mal jetzt zu erkennen geben, weil in der Viertelstunde geht ja hier die Vorstellung los und ich glaube, wir wollen vorher noch ein bisschen miteinander reden. Und dann habe ich mich so rüber gebeugt, habe meine Mutter gefragt, gucken Sie also sehr intelligente Frage.
Alexander Metzler: Gucken sie auch König der Löwen? Also man sitzt halt im Musical König der Löwen nebeneinander und dann fragt jemand Gucken sie auch König der Löwen? Beste Frage ever. Und dann guckt sie mich an und dann siehst du, wieso es fängt an, die die Räder sich zu drehen im Kopf und dann so, was machst du hier? Dann sieht sie meine Schwester, was macht ihr hier? Und dann Umarmung, paar Tränchen und große Freude und auch sehr emotional im Sinne von sehr, sehr schön. und sehr ergreifend und sehr rührend. Und dann ... Ich muss sagen, hab mir ... Ich hätte nicht freiwillig mich dazu entschieden, das Musical König der Löwen anzugucken. Erstens bin ich nicht der allergrößte Disney-Fan. Abgesehen von den lustigen Taschenbüchern aus Endenhausen. Nichts gegen Disney-Filme, man gucken. Ich bin nicht so der Riesen-Fan, dass ich da Bock hätte, reinzugehen. Dann hab ich nie die Filme gesehen, glaube ich. Dann wusste ich auch bis dato, bis ich's dann gesehen hab, dass ich drei Stücke Musik aus dem Musical tatsächlich auch kenne. Also, konnte ich dann erst während des Musicals zuordnen. okay, das Ding ist also aus dem Musical. Alles klar, kenn ich ja. Also, so meine Interessenlage war relativ gering. Und so hab ich das dann auf mich zukommen lassen. Und dann muss ich sagen ... Alter Schwede, Hut ab! Dieses Musical erklärt sich von selbst, warum das schon seit 25 Jahren, glaube ich, läuft in Hamburg. Das war hervorragend. Das war ein ganz großes Musical. Ganz toll, Kostüme, Musik. Das war toll umgesetzt. Ich kann da nur sagen gut ab. Chapeau. Mit nuller Wartung da reingegangen und eigentlich von ersten Moment an, also es geht auch gleich furios los, vom ersten Moment an geflecht gewesen, reingezogen worden in die Story und dann habe ich dieses komplette Musical wirklich alles genossen, was da kam. Das war ganz ganz toll. Es war lustig, es war ergreifend, auch da viele emotionale Up and Downs, wenn man sich da gut drauf einlassen kann. Ganz toll.
Alexander Metzler: Und eine Sache möchte ich sogar mal rauspicken. Es geht ja da um ... Hakuna Matata. Hakuna Matata ist ... kommt, glaub ich, aus dem Swahili, also ... afrikanische Sprache. Gefährliches Halbwissen. Und bedeutet so viel wie ... Es gibt keine Sorgen. Umgangssprachlich würde man so viel sagen wie ... macht ihr keine Sorgen? es gibt Zoff. Es gibt keine Sorgen. Macht dir keine Sorgen, würde ich so umgangssprachlich das übersetzen. Und das ist ja eigentlich ein ganz schönes Motto. Macht dir keine Sorgen. Und es gibt keine Sorgen. Schütte das so von dir ab. Das war so die, ähm, das Mantra von den zwei Kuppels von Simba, dem kleinen Löwen. Hoffentlich habe ich das jetzt alles richtig gesagt. Ich weiß nicht mehr, wie die beiden hießen. Der eine hieß Timo oder so ähnlich und der andere ... Pumper ... Nee. Also dieses schwarzen Schwein. Gott, die Disney-Fans reißen mich jetzt gerade die Luft. Also die beiden Kumpels von Simba. Und die hatten eben dieses Mantra Hakuna Matata. Macht ihr keine Sorgen oder es gibt keine Sorgen. Und da hab ich natürlich so als spirituell arbeitender Mensch auch so bisschen drüber nachgedacht und hab gedacht, ja, aber ist das wirklich das Mantra? Macht ihr keine Sorgen? Also klar, ist ein sorgenloses Leben, ein leichteres Leben, aber die Sorgen, wir uns machen, die Gedanken, die wir uns machen, die haben natürlich auch eine gewisse Funktion, solange sie in einem ... gesunden Maß vorhanden sind. Wenn ich mich von meinen Sorgen auffressen lasse, das sagt mir ja auch gerne Umgangssprache, meine Sorgen fressen mich auf, dann haben die natürlich einen sehr negativen Einfluss auf unsere mentale Gesundheit. Dann nehmen die uns Energie, dann nehmen die uns Kraft. Dann wirkt sich das natürlich negativ auf unser Lebensgefühl aus. Aber auf der anderen Seite würde ich sagen, dass sich das Sorgen machen, wenn wir das konstruktiv nutzen.
Alexander Metzler: Da sind wir wieder bei einer uralten Folge von Helst und was ist der Unterschied zwischen Sorge machen und konstruktivem Nachdenken. Also Sorge machen ist, was das passiert, meist unterbewusst, nimmt uns Energie und ist so ein unendlicher Kreislauf, der nicht wirklich gelöst wird. Und konstruktives Nachdenken ist eine bewusste Handlung. Sie gibt uns Energie, sie führt zu Lösungen. Und sie ist auch nur temporär vorhanden, weil sie eben gestartet und wieder beendet wird. Und wenn man das so klar vergleicht, dann würde ich natürlich sagen, ja, Sorgen machen ist keine schlaue Strategie, Probleme zu lösen. Weil es nicht konstruktiv ist, es ist destruktiv. Allerdings, wenn wir bewusst wahrnehmen, okay, ich mache mir gerade wieder Sorgen über irgendwas, wenn wir das bewusst wahrnehmen ... Und dann können wir das ja nutzen, zu einer kreativen Lösungsüberlegung überzugehen. Weil dann kommen wir ja vom Schatten ins Licht, vom Unbewussten sich greisen ins Bewusster. Ich werf da Licht drauf. Wow, ich mach mir gerade wieder Sorgen über. Ich werde mir darüber bewusst. Und sobald ich da Licht draufwerfe, werfe, sobald ich da Licht... drauf werfe, sobald ich mir das bewusst mache, dann kann ich ja das als Initialzündung nehmen, zu sagen, okay, ich habe da ein Thema, ich beschäftige mich jetzt mal wirklich bewusst und konstruktiv damit und gucke, dass ich eine Lösung herbeiführe. Von daher würde ich sagen, Hakuna Matata, ich verstehe den Ansatz, aber statt sich selbst ein bisschen was in die Tasche zu lügen und zu sagen, es gibt gar keine Sorgen, es gibt gar keine Probleme, würde ich eher dafür plädieren, sagen, anerkennen, okay, das ist auch eine menschliche Erfahrung von uns. Dass ich mir Sorgen mache, ist auch eine menschliche Erfahrung. Und es ist auch sogar biologisch gesehen nachvollziehbar, weil es uns vor Problemen und Herausforderungen und möglichen biologischen Gefahren in der Zukunft schützen möchte. Also ein sehr, ich würde sagen, aus dem Ruder gelaufener Schutzmechanismus.
Alexander Metzler: mit dem wir Menschen durch die Welt laufen. Und je mehr wir uns darüber bewusst werden, was da abläuft, desto weniger kann der auch von uns Besitzer greifen und desto produktiver können wir diesen Mechanismus für unser Leben einsetzen. Also Hakuna Matata, ich finde es einen schönen Ansatz und in der Disney-Welt funktioniert er wahrscheinlich auch richtig gut. Aber naja, wir sind keine Warzenschweine und wir sind auch keine sonstigen Tiere, sondern wir sind Menschen. Wir müssen uns... oder wir sollten uns damit auseinandersetzen und sobald wir das Licht des Bewusstseins darauf setzen, können wir das positiv nutzen, indem wir sagen, okay, das ist ein initialer Trigger, dass ich mir gerade über Thema XY Sorgen mache. Es ist Zeit, dass ich mich mal darum kümmere. Es ist Zeit, dass ich mich mal produktiv hinsetze. Also das als kleiner spiritueller Ausflug ins Musical König der Löwen. Also wenn ihr mal in Hamburg seid, würde ich euch ... Und so was generell mögt Musicals, kann ich euch das nur ans Herz legen. Ich fand das wirklich eine ganz tolle Erfahrung. die Überraschung für meine Mama, geglückt am nächsten Tag, hab ich mit meiner Schwester ein bisschen Geschwister-Time gehabt. Das haben wir auch sehr selten, das war auch sehr schöne Erfahrung. Und unter anderem waren wir dann noch in der Miniatur Wunderwelt, sie, glaub ich. Oder Miniatur Wunderland. Das ... Zug- und Bahnminiaturland in der Speicherstadt. auch dabei war ich zum dritten Mal, das kannte ich schon, weil das finde ich jedes Mal wieder faszinierend. Und ich glaube, jedes Mal, wenn ich in Hamburg bin und Zeit habe, ich da auch wieder rein. Also das ist einfach der absolute Hammer, was die Jungs und Mädels von diesem Miniaturland da auf die Beine gestellt haben und immer noch auf die Beine stellen. Weil da kommen immer mehr Flächen dazu. Da gibt's immer mehr Welten. Jetzt aktuell, zum Zeitpunkt dieser Aufnahme, bauen sie grade an Themen von Südamerika, zum Beispiel Amazonas und so weiter. Das ist leider noch nicht fertig. Das hätte mich natürlich als Dschungelfan und Naturfan sehr interessiert, das zu sehen. Ein Wahnsinn! Und die sind ja auch immer sozial und ökologisch sehr engagiert, das Team da. Und ganz, ganz toll fand ich die Sonderausstellung.
Alexander Metzler: Da möchte ich gerne nochmal drüber sprechen. Und ich werde euch in den Show Notes dieser Folge auch einen Link reinsetzen zu genau dieser Sonderausstellung. könnt ihr euch nämlich auch gerne nochmal einfach auf der Webseite von Miniatur Wunderland angucken. Da sieht man die verschiedenen Haltungsformen von Schweinen. Von der industriellen Massentierhaltung mit den absoluten Mindeststandards, die ja Und das muss man so klar sagen, in Deutschland die Normen sind. Und es sind, glaube ich, Haltungsformen, von ganz schlimm, also industrielle Haltungsformen mit Mindeststandards, bis erweiterte Biohaltung. Also es gibt die Ökonorm Biohaltung und dann gibt es noch die darüber hinaus, das sind dann so Demeter und Naturland Prätikate, Bioprätikate. Das ist dann die Haltungsform, wo alle Fleischesser sagen, ja, mein Fleisch kommt nur aus dieser Haltungsform. Ich esse kein Fleisch aus der Massentierhaltung. Das esse ich nicht. Ich nur Biofleisch vom Bauern, wo das Schweinetod gestreichelt worden ist. Also, das ist ja die Lüge, die sich die meisten Leute erzählen, dass sie nur dieses Fleisch kaufen. Sonst hätten wir ja nicht, wenn das wahr wäre, was die meisten Fleischesser sagen. dann hätten wir ja nicht so einen überragenden Anteil aus dieser Massentierhaltung mit Mindeststandards. Und das fand ich eben so schön. Ich will jetzt noch gar nicht so lange auf diesem Thema rumreiten, auch wenn es mir auch immer unter die Haut geht, wenn ich drüber nachdenke. Aber was ich eben toll fand und worüber ich mich sehr gefreut habe, dass das Team von Miniatur Wunderland dieses Thema adressiert hat. Und das eben auch in Miniatur nachgebaut hat. man sieht dann da diese Hallen und die Hallen sind oben geöffnet. Man kann von oben reingucken und man sieht einfach wie viele Tiere da drin sind. Das kann natürlich nur eine vage Idee von der Realität geben, die noch viel schlimmer und viel verheerender ist. Aber es gibt doch einen schönen Überblick, weil man eben in fünf Schritten an fünf verschiedenen Glastischen vorbeigeht, wo man reingucken kann und kann sehen, okay, das ist also die Spanne, von der wir hier sprechen. Also...
Alexander Metzler: Sauwohl im Moment eine Sonderausstellung im Hamburger Miniatur Wunderland. Und highly recommended, große Empfehlung von mir, da reinzugehen. Nehmt euch ganz, ganz viel Zeit mit. Ihr braucht wahnsinnig viel Zeit. Man kann es sowieso vergessen, jedes Detail sehen zu wollen. Das ist so detailreich, dass man Das Gehirn sagt dir auch irgendwann, ne Junge, du kapierst gerade nichts mehr, du raffst es nicht mehr, was du da alles siehst. Ich glaube, man kann tatsächlich mehrere Tage im Miniatur Wunderland verbringen, wenn man da wirklich sich alles genau angucken will. Das ist wirklich ein Wunderland. Und wahrscheinlich haben Sie das auch schon als Werbung oder irgendwo mal benutzt. Aber ich habe mir so selbst überlegt, an welchem Ort der Welt kannst du innerhalb von wenigen Stunden so viele Länder und Kulturen und Kontinente bereisen? Wie dort. das ist schon Wahnsinn. Also da bin ich auch sehr, sehr, sehr, sehr glücklich rausgegangen. ja, abschließend doch vielleicht noch eine Emotion. Und zwar vor Freude. Vor Freude spür ich im Moment in mir, was das Theater spielen angeht. Ich bin ja allein Theaterspieler hier in unserem Dorftheater. Jetzt im dritten Jahr. Ich habe dieses Jahr eine Rolle, die mir besonders viel Spaß macht, weil diese ersten beiden Rollen von dem Jahr zuvor und dem Jahr davor, würde ich sagen, habe ich noch Parallelen zu meinem eigenen Leben sehen können. Diese Rolle jetzt ist so weit weg von meinem Daily Alexander Metzler, dass es mir besonders viel Freude macht, diese Rolle zu spielen, weil ich da so ein ganz anderer Typ sein kann. mehr sei nicht verraten. Leider alles schon ausverkauft. braucht, auch wenn ihr jetzt denkt, ach da hätte ich mal bock drauf, es ist leider immer sehr sehr früh, alles weg an Tickets. Es gibt insgesamt sieben Vorstellungen, glaube ich, an alle ausverkauft. der Wahnsinn. Also wenn ich so mal meine Seminare loswerden würde, wie da das Theater, dann wird es richtig laufen wie geschnitten Brot bei mir. Also das noch ein weiterer Weg bis dahin.
Alexander Metzler: Und da spür ich gerade große Vorfreude, weil wir jetzt Anfang Mitte März die ganzen Vorstellungen haben werden. Und das macht einfach wie jedes Jahr wahnsinnig viel Spaß. Mit dieser Truppe, mit diesen Leuten, mit deren Kreativität und Feedback und das gemeinsam zu erarbeiten. Und das bringt einem auch so ein bisschen in unserem Fall, meine liebe Patentlerin Jolly spielt auch mit und die spielt auch eine ganz andere Figur, als sie selbst ist. Wahnsinnig lustig, wahnsinnig komisch. Und das trägt uns so ein bisschen durch die dunkle Jahreszeit. Wir fangen ja im Oktober mit den allerersten Lesungen an, dann geht's durch November, Dezember, Januar, Februar. Jetzt ist die heiße Phase mit ganz vielen Proben. Dann kommt die Generalprobe, dann kommen die Spielabende. Und das trägt einem so ein bisschen ... durch die Jahreszeit durch. Weil es gibt zwar diese Abenden, wo man wirklich auch vom Arbeiten erschöpft ist, wo man müde ist und denkt so, heute Abend noch Probe, krass und so. Aber wenn man dann erst mal da ist und man hat dann da Tee und Gebäck und man sitzt zusammen und man spielt auf der Bühne und probt und übt und und arbeitet das ja auch immer Stück für Stück weiter aus. Die ganzen Details, wer steht wo, wer läuft wann, wohin, wo steht jene Requisite, zu welchem Zeitpunkt und so weiter. Also bis ins kleinste Detail. Das macht einfach wahnsinnig viel Freude und das ist immer so ein Eintaun in so eine kleine heile Welt irgendwie. Also da draußen gibt es ja viele Themen, politische Themen, Umweltthemen, schlimme, schlimme Sachen, aber für so einen Zeitraum X ist man in so einer kleinen heilen Weltblase. Und das ist irgendwie sehr, sehr schön. Also da Vorfreude. So, abschließend zu dieser Folge. Jetzt quatsche ich doch schon weit über eine halbe Stunde. Ich dachte, es wird eine ganz kurze Folge. Da habe ich mich wieder mal sehr getäuscht. Wo ist jetzt die Brücke zwischen Spiritualität und all diesen Emotionen? Ich fasse noch mal zusammen. Krasse Trauer beim Vogel. Spannung und Vorfreude beim 80. Geburtstag meiner Mutter. Überraschung und Freude bei den Dingen, die wir in Hamburg erlebt haben. Vorfreude aufs Theater. Staunen über körperliche Vergänglichkeit durch Verletzungen.
Alexander Metzler: Dankbarkeit gegenüber unserem Gesundheitssystem und so weiter und so weiter. Man könnte ja auf den Gedanken kommen, wenn man spirituell arbeitet, würde es darum gehen, gar keine Emotionen mehr zu haben. Das alles so unter Kontrolle zu haben. Und das findet dann irgendwie gar nicht mehr statt. Und das, ich sagen, ist ein großes Missverständnis. Es geht ... Es geht aus meiner Sicht ... und dem, was ich glaube, verstanden zu haben und so, wie ich es auch Menschen versuchen würde, beizubringen, geht es vielmehr darum, diese ganze Bandbreite an Emotionen, die uns das Leben mitgibt, die auch bewusst anzuerkennen und wahrzunehmen. Ob das jetzt Sorgen sind, Freude ist, die sogenannten positiven oder die sogenannten negativen bewerteten Emotionen. Die Bewertung kommt ja auch erst dadurch ... was wir gedanklich daraus machen. Klar, fühlt sich das eine besser an und das andere schlechter. Klar, gibt uns das eine Auftrieb und Energie und das andere zieht uns runter. Aber das ist nun mal die Bandbreite. Das ist nun mal das Spektrum des Menschseins. Und genau darum geht's doch, diese gesamte Bandbreite zu fühlen, sich dessen bewusst zu werden. Was spielt sich da in mir ab, das Licht des Bewusstseins da aufzuwerfen und zu gucken, was ist denn da grade da? Was sind denn die Signale, die mir meine Emotionen schicken wollen? Und was sind die Gedanken, aufgrund dieser Emotionen entstehen? Und wie ist die Wechselwirkung? Emotionen beeinflussen die Gedanken, Gedanken beeinflussen wechselseitig die Emotionen. Also dieses ganze Spiel, sich hier im Inneren, dieser Schatz, die sich hier im Inneren von uns abspielt, den zu beobachten, anzuerkennen, wahrzunehmen und nichts wegzudrücken, sondern zu sagen, okay, da ist auch gerade Trauer. Ja, da ist gerade vielleicht Angst vor der Zukunft. Ja, da ist gerade Unsicherheit. Ja, da ist gerade Freude. Ja, da ist gerade Dankbarkeit. Die anzuerkennen ... und da sein zu lassen. Und da sind wir wieder bei diesem schönen Bild, was vielleicht auch viele von euch aus dem Yoga kennen. Wenn die Gedanken kommen, die Gedanken ziehen lassen. Wie Wolken am Himmel. Der Himmel ist immer blau, aber dann kommen mal Wolken ...
Alexander Metzler: Das sind dann die Gedanken und die Emotionen. Und dann wollen die aber auch ihren Raum haben. Die wollen ihren Raum haben. Die wollen ihre fünf Minuten auf der Bühne, auf der spirituellen Bühne. Dann wollen die wahrgenommen werden und betrachtet werden. Und dann ziehen die auch wieder weiter. Wenn die ihren Raum bekommen haben, wenn die ihren Auftritt hatten auf ihrer Bühne, dann ziehen die auch wieder weiter. Dann kommen auch wieder vielleicht. Vielleicht gehen die auch für immer, aber es ist ein Kommen und Gehen. Wenn wir denken, ja, dürfen nur gute Emotionen sein, oder ich arbeite spirituell, ich muss einen ganzen Tag gut drauf sein, muss einen ganzen Tag positiv denken, muss einen ganzen Tag freudig sein, dann hab ich's geschafft, dann hab ich die Erleuchtung geschafft. Glaub ich nicht. Ich glaube, das ist ein Fehlschluss. Ich glaube, dass das andere genauso betrachtet und anerkannt werden darf und Raum braucht, wie das, was wir gerne wegdrücken wollen, wie das, was wir gerne haben wollen. Denn nur wenn es sich den Raum nehmen kann, wenn es da sein darf, wenn wir auch diesen sogenannten negativen Emotionen erlauben, da zu sein und Raum einzunehmen, können die sich ausdrücken und dann gehen die auch wieder. Während wenn wir das immer wegdrücken, immer ignorieren, da ist ja immer was, was sich mitteilen möchte, was anklopft an unsere innere Tür, was Eingang möchte. Und wenn wir das immer abweisen, dann wird das ... immer wieder runtergedrückt. Und je weiter und je mehr das runtergedrückt wird, desto größer baut sich der Druck auf. Und das erklärt auch, warum sich dann alles so in uns zusammenzieht. Und vielleicht auch energieblockiert wird in unserem Körper. Und wir vielleicht sogar am Ende körperlich krank werden an sowas, weil immer Dinge weggedrückt werden und wir denen keinen Raum eingeben. Weil wir vielleicht mal gehört haben, ja, positive Thinking und ja, immer gut drauf sein und ja, es geht darum, immer Freude zu haben. Und positive Energie auszustrahlen. Und ich glaube nicht, dass es darum geht. Ich glaube, dass wir als Menschen hier sind, all diese Erfahrungen zu machen, das gesamte Spektrum anzuerkennen, was da ist. Und ich kann euch last but not least sagen, als jemand, mal an starker Depression erkrankt war und so tief drin im Keller, dass ich gar nicht mehr temporär fähig war, überhaupt Emotionen zu fühlen, sondern da war nur noch Leere.
Alexander Metzler: Da war nur noch Leere. Und ich kann euch sagen, dass sich diese Leere nicht gut anfühlt. Also eine traurige Emotion ist eine starke Emotion. Ist eine gute Emotion, ist eine Emotion, die wir willkommen heißen sollen. Denn sie zeigt uns, dass wir noch da sind, dass wir noch existieren, dass wir noch am Leben teilhaben. Wenn da nur noch Leere ist, das kann einem dann wiederum Angst machen. Wobei Angst ja auch wieder eine Emotion ist. die ich auch nicht mehr gespürt hab, weil da nur Leere war. Aber das war ja auch nur bei mir eine temporäre Phase in meinem Leben. Und deswegen bin ich dafür auch besonders dankbar, weil sie mir gelehrt hat, auch dankbar zu sein für die sogenannten negativen Emotionen. Denn das fühlen zu dürfen, daran teilhaben zu dürfen an all diesen Facetten, die wir leben, nennen, das ist ein wahnsinnig schönes Geschenk. Ey, vielen lieben Dank, dass ihr bei dieser kleinen Wochenende oder bei diesen kleinen emotionalen Erlebnissen der letzten Tage teilgenommen habt. Wenn ihr mögt, besucht gerne mal meine Website alexander-metzler.com und tragt euch da mal auf den Newsletter ein, der jetzt hoffentlich wieder so funktioniert, wie er funktionieren soll. Ich plane für dieses Jahr noch mindestens ein Seminar anzubieten. Und die Menschen in meinem Newsletter, die erfahren das als Allererstes. Und wenn ihr mögt, Instagram gerne mir folgen. Da gibt's jetzt auch Vogel-Content. Aber natürlich gibt's Weisheit aus der Eiszeit, wenn ich in meinem Eisfass oder in meinem Eisbottich sitze und versuche, was Schlaues zu sagen in die Kamera bei sehr niedrigen Temperaturen. Folgt mir da gerne, schreibt mir einen Gruß, wenn ihr mögt. Freue ich mich sehr. Abonniert gerne diesen Podcast und wenn ihr das Gefühl habt, das macht Sinn, was der Alexander Metzler da in der Heldenstunde sagt, dann empfehlt den Podcast gerne weiter an eure Freundinnen, Freunde, Bekannte, Familie, whatever. Das würde mich sehr, freuen, wenn ich noch mehr gehört werde. Und last but not least, die Zeit bis zur nächsten Folge könnt ihr euch überbrücken mit dem Podcast Gleichmutproben.
Alexander Metzler: Darin besprechen mein Buddy und Podcast-Kollege Leander Greitemann und ich lebensphilosophische Themen vom Alltag. Viel Spaß beim Hören. Danke, dass ihr hier mit dabei wart. Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao und bye bye.
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